Inklusion

Im Schulamtsbezirk Erding gibt es Schulen mit dem Schulprofil Inklusion an der Grundschule am Grünen Markt, der Grundschule Dorfen Nord sowie an der Mittelschule Taufkirchen.

Im Schulamtsbezirk Erding geht die 
Grundschule am Grünen Markt in Erding in ihr viertes Jahr. Neu hinzugekommen íst die Grundschule Dorfen-Nord, der am 6. Oktober 2014 in einem Festakt am Kultusministerium aus der Hand des Herrn Staatsekretär Georg Eisenreich die Ernennungsurkunde überreicht wurde. Zur Versorgung der Inklusionsschulen werden zusätzliche Stunden vom Kultusministerium, aber auch aus dem Schulamtsbudget für die Grundschulen zur Verfügung gestellt. An beiden Schulen ist jeweils eine Sonderschullehrkraft im Einsatz.  

In Schulen mit dem Schulprofil „Inklusion“ werden Lehrkräfte der Förderschule in das Kollegium der allgemeinen Schule eingebunden und gestalten gemeinsam mit den Lehrkräften für Sonderpädagogik und gegebenenfalls mit weiteren Fachkräften die Formen des gemeinsamen Lernens.

Die Lehrkräfte für Sonderpädagogik beraten die Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler sowie die Erziehungsberechtigten und diagnostizieren den sonderpädagogischen Förderbedarf. Sie fördern Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf und unterrichten in Klassen mit Schülerinnen und Schülern ohne und mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Der fachliche Austausch zwischen allgemeiner Schule und Förderschule ist zu gewährleisten.

Am 25. Juni 2013 besuchte eine Regierungskommission unsere Inklusionsschule am Grünen Markt in Erding und überzeugte sich von der qualitativ hochwertigen Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention vor Ort. Am 24. Juli 2013 fand ein Kontaktgespräch mit einer Vertreterin der Ludwig-Maximilian-Universität München (LMU) statt. Die Arbeit der Inklusionsschule soll in Zukunft wissenschaftlich begleitet werden.  Am 16. Januar 2014 war die Regierungskommission auch zu Besuch an unserer neuen Inklusionsschule Dorfen-Nord. Besonders beeindruckt waren die Besucher von dem individuell abgestimmten Unterricht, entsprechend dem umfangreichen und gründlich überlegten Inklusionskonzept der Profilschule.


Weitere Informationen findet man unter nachfolgendem Link auf der Website des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.

 

 

Flexible Grundschule

Die „Flexible Grundschule“ ist ein Schulversuch, der in Kooperation zwischen dem Kultusministerium und der „Stiftung Bildungspakt Bayern“ entwickelt wurde. Zum Schuljahr 2010/11 wurde der Schulversuch an 20 Schulen in ganz Bayern eingeführt, zum Schuljahr 2012/13 wurde er auf insgesamt 80 Schulen ausgeweitet.

In der „Flexiblen Grundschule“ können die Schülerinnen und Schüler die Jahrgangsstufen 1 und 2 je nach Entwicklungs- und Leistungsstand in einem, zwei oder drei Schulbesuchsjahren durchlaufen. Sie werden in den Jahrgangsstufen 1 und 2 jahrgangsübergreifend, dem individuellen Leistungsstand folgend unterrichtet.
Dieses auf individueller Förderung basierende Konzept wird der Leistungsheterogenität der Schulanfänger gerecht und gewährleistet durch die flexible Verweildauer in der Eingangsstufe, dass alle Schüler und Schülerinnen über die für den Übergang in die Jahrgangsstufe 3 erforderlichen Kompetenzen verfügen.

Die Grundschule Lengdorf, die seit dem Schuljahr 2010/11 mit hoher Akzeptanz von Seiten der Elternschaft und des Sachaufwandsträgers in den Jahrgangsstufen 1 und 2 bereits jahrgangskombiniert unterrichtet, hat sich erfolgreich um die Teilnahme am Modellversuch „Flexible Grundschule“ beworben. Sie ist eine der 60 Satellitenschulen, die im Schuljahr 2012/13 mit 2 zusätzlichen Anrechnungsstunden sowie zwei zusätzlichen Differenzierungsstunden pro Klasse und Woche  gefördert wird. Im Schuljahr 2014/15 kam die Grundschule Inning am Holz dazu, die bereits über eine mehrjährige Erfahrung im jahrgangskombinierten Unterrichten verfügt.

Unter nachfolgendem Link findet man zusätzliche Informationen:




Lernentwicklungsgespräch

Mit dem Lernentwicklungsgespräch wird im Schuljahr 2014/15 an 14 von 31 Grundschulen im Landkreis Erding eine neue Form der Rückmeldung von Sozial-, Lern-, und Arbeitsverhalten sowie der Leistungen in den Unterrichtsfächern an Schüler und Eltern erprobt. Der § 43 Abs. 11 der Grundschulordnung regelt die rechtlichen Voraussetzungen wie folgt: "Das Zwischenzeugnis kann in den Jahrgangsstufen 1 bis 3 durch ein dokumentiertes Lernentwicklungsgespräch ersetzt werden, an dem die Klassenleiterin oder Klassenleiter, die Schülerin oder der Schüler und die Erziehungsberechtigten teilnehmen. Die Entscheidung trifft die Lehrerkonferenz im Einvernehmen mit dem Elternbeirat vor Unterrichtsbeginn des Schuljahres Wenn im Einzelfall Erziehungsberechtigte kein dokumentiertes Lernentwicklungsgespräch führen möchten, wird ein Zwischenzeugnis ausgestellt.'' Erste Rückmeldungen von Erfahrungen durch die beteiligten Schulen sind durchwegs positiv. Schüler wie Erziehungsberechtigte erfahren das Lernentwicklungsgespräch als eine besondere Wertschätzung für die Schülerinnen und Schüler.